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Neubau/Innenentwicklung Hard- und FliederstraßeDie Tiefgarage nimmt deutlich erkennbar Formen an. Mitgliederversammlung [k|Der WBG-Aufsichtsrat und Vorstand haben gute Arbeit geleistet: (vorne von links) hauptamtlicher Vorstand Vera Federer, Aufsichtsräte Silvia Kupprion und Dr. Bernd Schöffling, (hintere Reihe) Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Klinger, Aufsichtsrat Wolfgang Graf, ehrenamtlicher Vorstand Joachim Blatter, die Aufsichtsräte Luigi De Felice, Jürgen Stille und Axel Hauser. Auf dem Bild fehlt Arthur Mucha Bild und Text: Christel Löffler, Gottmadingen Aktuell] [f|Kleine Wohnungsbaugenossenschaft stemmt Großes Jahreshauptversammlung mit positiver Bilanz ] Gottmadingen (lö). »Es läuft gut bei der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG)«, zog Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Klinger ein optimistisches Resümee. Die positiven Fakten und Zahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung der Wohnungsbaugenossenschaft wurden überstrahlt von einem »Leuchtturm«, dem alles überragenden Zukunftsprojekt Neubebauung Quartier Hard- und Fliederstraße. »Mit der Zurverfügungstellung von gefördertem Wohnraum entwickelt sich die WBG in der Region in eine beispielhafte Richtung«, verwies Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Klinger auf das größte Bauobjekt in der Genossenschaftsgeschichte. Ein großes Projekt für eine kleine Wohnungsbaugenossenschaft, für die es gilt, rund 11 Millionen Euro zu stemmen. Gemeinsam haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entscheidung getroffen, alle drei Gebäude mit sechs Flügeln mit rund 3.700 Quadratmetern Wohnfläche mit Aufzug sowie 48 Tiefgaragenplätze zu schultern. Ein Bauvorhaben, das fortschreitet und auf einem guten Weg ist und dessen Fertigstellung für Mitte 2021 geplant ist. Die Botschaft im Rahmen der 170. Mitgliederversammlung war offensichtlich: Alles im grünen Bereich bei der WBG mit einer stabilen Ertragslage, einer kontinuierlichen Bewirtschaftung des Eigenbestandes, einer kontinuierlichen, aber kostenintensiven Bestandentwicklung, einem stabilen Mitgliederstand mit aktuell 560 Mitgliedern und einer sehr hohen Wohnungsanfrage. So gab es im letzten Jahr insgesamt 178 Mietanfragen, bis Mitte Juni lagen schon 90 Anfragen vor. Es finde ein spürbarer Verdrängungswettbewerb aus den größeren Städten in den ländlichen Raum statt. Eine Erfahrung, die Vera Federer mit Zahlen deutlich machte. So kamen rund 50 Prozent der Mietanfragen aus der Gemeinde, 25 Prozent aus dem Landkreis und 25 Prozent aus der Nachbarstadt Singen. Die Fluktuation liege mit zwölf Prozent relativ hoch, der Leerstand beträgt mit elf Wohnungen 4,9 Prozent. Nur zehn Prozent der Mieter blieben länger als zehn Jahre. Der Wohnungsbestand umfasst 293 Wohnungen in 45 Gebäuden mit 20.800 Quadratmetern. Die erfolgreiche und konstruktive Arbeit des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurde auch von den Mitgliedern honoriert, die bei der Entlastung der beiden Vorstände und der sieben Aufsichtsratsmitglieder sowie bei der Abstimmung des Rechnungsprüfungsberichtes nur grüne Karten zückten. Nachdem zuvor die Berechnung der Anteile ausschließlich über die jeweilige dreifache monatliche Grundmiete erfolgte, erhielt der Änderungsvorschlag, die mitgliedschaftsbegründeten Pflichtanteile zukünftig an die Wohnungsgröße anzupassen, von den 66 anwesenden Mitgliedern die notwenige Mehrheit. Man habe versucht, einen Mittelweg zu finden, um eine Ausgewogenheit zu gewährleisten, warb Vera Federer dafür, die gegebenenfalls erhöhten Anteile der Genossenschaft zu überlassen, und gab zu bedenken: »Mit Ihrem Anteil unterstützen Sie die Wohnungsbaugenossenschaft. Wir tun Gutes für Gottmadingen, wir bauen. Es ist das Ziel der WBG, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen«. Seit 2014 hat die WBG rund vier Millionen Euro in die Modernisierung gesteckt. »Trotzdem haben wir nach wie vor noch einen hohen Investitionsstau. Wir sind dabei, aber es dauert. Große Sorge bereitet der Altbestand Hard/Fliederstraße «, so Vera Federer. Finanzexperte Joachim Blatter konnte in seinem Finanzbericht auf eine stabile Vermögensstruktur verweisen. Das Eigenkapital habe sich leicht verbessert und sehe mit 34 Prozent (33) für die Größe dieser Genossenschaft sehr gut aus. Er gab aber zu bedenken, dass sich die Eigenkapitalquote in den kommenden Jahren aufgrund der Bautätigkeit Hard-/Fliederstraße halbieren werde. Blatter verwies auf den gestiegenen, sehr ordentlichen Jahresüberschuss in Höhe von 294.000 Euro, eine Bilanzsumme von 9,84 Millionen Euro und einen Bilanzgewinn von rund 57.100 Euro. Die Fremdverwaltung der 456 Wohnungen erbrachte 102.000 Euro. Nach wie vor bereitet Vera Federer die stetige Steigerung der Baukosten und die Auslastung der Handwerksbetriebe Sorgen: »Die Baupreise fressen die Gewinne wieder auf!«. Der Vorschlag von Marlene Hasselmann, im Bereich Roseneggstraße/Kornblumenweg naturbelassene Grünflächen zu schaffen und dafür Patenschaften zu gewinnen, fand allgemeine Zustimmung. Zuvor werde man aber mit den Bewohnern ins Gespräch kommen, stellte Vera Federer in Aussicht. (Quelle: Gottmadingen Aktuell, Christel Löffler) Modernisierung 2018/2019 Archiv